Gandi, Gina & Aramis

 

Darf ich euch einen lieben Stubentiger-Freund vorstellen? Tätäää - das ist Gandalf, aber wir dürfen ihn auch Gandi nennen.

Leider ist Gandi schon ins Regenbogenland vorausgetappst, aber wir denken immer ganz lieb an ihn und darum wollte ich ihm hier ein gemütliches Plätzchen einrichten, und immer wenn ich traurig bin, weil er nicht mehr bei uns ist, dann komme ich hier her und denke an all die schönen Dinge, die wir mit ihm erlebt haben.

Seine Dosis sind sehr traurig, dass Gandi nicht mehr bei ihnen ist, und Dosi Margit hat ihrem Tiger auch ein ganz tolles Gedicht zum Andenken geschrieben:

In Memoriam Gandalf

Vor knapp 2 Jahren hast du im Tierheim unser Herz gewonnen,
und so haben wir dich mit nach Hause genommen,
deinen kranken Bauch behandelt und gehegt
und dich sehr liebevoll gesund gepflegt.
Wir haben langsam dein Vertrauen gewonnen
und so hat eine wunderbare Freundschaft begonnen!

Unser Aramis war dir am Anfang nicht ganz geheuer,
gefaucht habt ihr, wie zwei kleine Ungeheuer.
Erst als er Ball spielend vor dir herum gekrochen
war plötzlich bei dir der Bann gebrochen.
Später hat man euch sogar eng umschlungen
beim gemeinsamen Schlaf in einem Korb gefunden!

Allgemeine Rauf- und Nachlaufspiele waren euer beider Freud,
vor lauter Eifer gings rund, so lang bis einer schreit.
Natürlich haben wir dann immer eingegriffen,
das hattet ihr schon sehr bald begriffen:
Zwar gings munter weiter und da gab's kein Pardon
allerdings spieltet ihr nun Raufen jetzt ganz ohne Ton!

Aramis hat dir auch einiges beigebracht:
Etwa wie man große Sprünge macht -
der Anfängersprung war aufs Fensterbrett,
das gelang bald elegant und nett,
und später kamst du mit viel Courage
am Kratzbaum sogar bis auf die 2. Etage!

Auch Schandtaten hast du erlernt und vorsichtig versucht,
erwischten wir dich, warst du sofort auf der Flucht.
Dein schlechtes Gewissen hat dich meist erst verraten
und lenkte unsere Aufmerksamkeit erst recht auf deine Taten.
Lausbubenstreiche in mehreren Akten,
konnten wir beweisen durch zahlreiche Fakten:

So fanden wir büschelweise Gras - noch unverdaut,
und von Margit's Blumenstrauß das Schleierkraut -
das ist samt Vase in hohem Bogen,
scheinbar "ganz freiwillig" vom Tisch geflogen.
Mit Unschuldsmiene und brav-naivem Blick,
kamst DU mit erstauntem "Rrrrr" an den Tatort zurück...

Mit viel Liebe haben wir dir das Spielen gelernt,
für unsere Schuhbänder war dein Herz bald erwärmt.
Hast du allerdings erst einmal Anlauf genommen,
um das Spielzeug zwischen deine Krallen zu bekommen,
haben wir schnell die Finger aus der Gefahrenzone gezogen,
sonst wären bestimmt unsere (Haut)-Fetzen geflogen!

Mitunter warst du ja ein richtiges Plappermaul,
und jammertest uns stundenlang die Ohren voll.
Bist manchmal am Kratzbaum quengelnd gelegen
halb hinunter hängend, nur das Mäulchen bewegend,
bis deine Augen schließlich zugefallen sind,
und du einschliefst - wie ein kleines Katzenkind!

Du hast uns auch lautstark davon in Kenntnis gesetzt,
wenn irgendwas hat deine geliebte Ruhe verletzt.
Wurdest du von der Waschmaschine beim Schleudern geweckt
hast du uns gezeigt wie viel Kraft in deiner Lunge steckt.
Auch wenn ein Lastwagen vorbei fuhr ohne dich vorher zu fragen
veranlasste dich das zu Ohren betäubendem Klagen!

Deine Liebe zur Ordnung war ebenfalls legendär,
das spürte leider auch so mancher Teddybär.
Hast du dessen Platz nicht für richtig befunden,
verpasstest du seinem Fell einfach mehrere Wunden.
Selbst wo Thomas' Timmy stand war dir nicht egal,
und so entferntest du ihn regelmäßig vom Schlafzimmer-Regal.

 
Dein Lieblings-Puppi hast du dafür an so vielen Tagen
in der ganzen Wohnung herum getragen.
Für dein Puppi hattest du immer einen passenden Platz,
und hast es behandelt wie deinen Schatz,
es zärtlich mit in deinen Korb geschleppt
und dich schlussendlich drauf schlafen gelegt...

Deine Schlafstellungen weckten sowieso das blanke Entzücken,
meist schliefst du alle Viere von dir gestreckt am Rücken...
Doch sah man dich unter anderem auch
lasziv im Bett wälzend am Bauch.
Du hast oft "ein richtiges Afferl runtergrissen"
vor lauter Kuscheln und Genießen!

Die allmorgendliche Margit-Gandalf-Kuschel-Runde
durfte ja auch nie fehlen, nicht mal zu früher Stunde.
Kaum stand ich auf, bist du in Richtung Küche gestartet,
und hast dort sehnsüchtig auf mich gewartet.
Wie wild wurde dann gestreichelt, geschnurrt und  geschmust
damit hast du mir das Aufstehen jeden Tag so lieb versüßt!

War ich in der Küche, um ein bisschen zu lesen,
so bist du sofort auch zur Stelle gewesen
zum Streicheln und Kuscheln, bald hast du lautstark geschnurrt,
dich am Sessel gewälzt und vor Vergnügen gegurrt.
Du warst für alles sehr dankbar, das haben wir bemerkt,
und das hat uns noch mehr in unserer Liebe bestärkt.

Recht stürmisch hast du uns öfters eine Kopfnuss geschenkt,
und uns damit auch manchmal vom Alltag abgelenkt.
Leider wurdest du mit 4 Jahren plötzlich aus dem Leben gerissen,
Gandi, süßer Schmusetiger, wir werden dich schrecklich vermissen!
Du hast uns soviel Liebe zurück gegeben,
in unseren Herzen wirst du ewig weiter leben!


 

 

Nach Gandalf´s plötzlichem Tod ist Gina bei Aramis eingezogen. Gina ist eine süße kleine weiße Mietze.

Gina & Aramis leben nun schon beinahe ein Jahr zusammen und haben schon richtigen Kultstatus erreicht. Selbstverständlich bleibt es da nicht aus, dass sich die Presse für die beiden interessiert. Es ist mir eine Ehre euch hier das Exklusiv-Interview für das bekannte Star Cat-Magazin präsentieren zu dürfen:

Exklusiv-Interview für das bekannte Star Cat-Magazin mit Aramis und Gina, dem berühmten Katzenpaar:

 

 

Star Cat:          Es ist unserem Reporterteam des Magazins Star-Cat eine große Ehre, Sie beide heute persönlich zu einem Exklusiv-Privat-Interview begrüßen zu dürfen. Ich hoffe Sie hatten eine gute Reise?

 

Gina:               Ja danke. Ich vertreibe mir Autofahrten meistens mit Singübungen in verschiedenen Tonlagen und Lautstärken. Aramis singt dann immer die zweite Stimme, und so vergeht die Zeit einfach schneller. Unsere Chauffeure Margit und Thomas meinen zwar immer, dass das gar nicht notwendig sei, aber scheinbar dürfte es die beiden doch auch motivieren, weil sie sich mit der Zeit immer mehr aufs Fahren konzentrieren und immer mehr aufs Gas drücken.

 

Star Cat:          Aramis, erzählen Sie mal. Wie war es für Sie, als Sie Gina kennen gelernt haben?

 

Aramis:           Naja, eigentlich wollte ich nach dem tragischen Tod von meinem lieben Gefährten Gandalf keine Beziehung mehr. Es war damals so traurig. Damit ich wieder fröhlich wurde, sind Margit und Thomas aber mit mir in ein neues Haus gezogen. Und in der neuen Umgebung konnte ich auch persönlich einen Neuanfang machen und irgendwann war ich auch wieder total zum Spielen und Herumtollen aufgelegt. Eines Tages – ich erinnere mich noch genau, dass es ein Freitag war – schnappte sich die Margit in der Früh meinen Katzenkorb. Ich war ziemlich verwundert, weil ich nicht schlau draus wurde, wofür Sie meinen Katzenkorb am Arbeitsplatz brauchten könnte. Aber meine Menschen verstehe ich manchmal sowieso nicht, also habe ich mir dann nicht weiter Gedanken drüber gemacht.

 

Star Cat:          Sie haben damit Gina geholt?

 

Aramis:           Genau. In der Firma von der Margit gab’s nämlich bei einem Kollegen Katzen-Nachwuchs, hat sie mir später erklärt. Jedenfalls kam Sie Mittag wieder mit meinem Korb daher, aber nicht dass sie mir den Korb gleich wieder zurückgegeben hätte. Nein! Sie ist gleich samt Korb in den 1. Stock hinauf gegangen. Ich konnte also nur flüchtige erste Blicke auf Gina werfen. Aber das genügte um zu wissen: Das ist Sie!!! Dieses seidige weiße Fell... Dieses süße Stupsnäschen... Diese helle kräftige Stimme! Dieser jugendliche Duft!!!!

 

Star Cat:          Gina, wie haben Sie diesen Tag eigentlich erlebt?

 

Gina:               Ach ja, ich hab grad mit meinem Papa auf einem Kasten verstecken gespielt, als ich in einen fremden Katzenkorb gesteckt wurde. Dabei hab ich mir gleich mein schönes weißes Fell mit fremden Kater-Haaren schmutzig gemacht - hätte sich auch öfter bürsten können der Kerl hab ich mir noch gedacht – dann wurde ich von Mario und Marie mit dem Auto zu irgendeiner Arbeitskollegin von Mario gefahren. Margit würde sie heißen, wurde mir gesagt. Trotz meiner lautstarken Einwände hat man mich dort gleich auf den Schreibtisch gestellt, ohne dass ich mir vorher ein Bild von ihr hätte machen können. Dort hab ich mich dafür gleich revanchiert und meinen flüssigen Kommentar abgegeben, mitten am Schreibtisch. Naja, das war vielleicht nicht grad das beste Benehmen und es hat mir später auch ein bisschen leid getan, weil eigentlich war die Margit eh recht nett zu mir und hat mich gleich gestreichelt und mir gut zugeredet, obwohl ich sozusagen noch im Korb gefangen war und meine ganze Schönheit ja noch gar nicht standesgemäß präsentieren konnte. Nur hat sie mich leider gleich wieder in ein Auto gezerrt, obwohl ich dazu ausdrücklich und lautstark protestierte. Allerdings war es an diesem Tag ohnehin nicht das erste Mal, dass meine Wünsche ignoriert wurden…

 

Star Cat:          Und dann wurden Sie zu Aramis gebracht?

 

Gina:               Naja vorerst wurde ich in ein Haus getragen –  da hat es dann plötzlich ganz intensiv nach dem Kater dem scheinbar der Korb gehörte gerochen – roch eigentlich gar nicht mal so schlecht - und dann hat man mich samt Korb eine Stiege hinauf geschleppt. In einem eigentlich recht hellen freundlichen Zimmer wurde endlich (!!!) die Korbtüre geöffnet und ich durfte raus. Allerdings glaubte die Margit allen Ernstes ich würde hier vorerst in diesem einen Zimmer bleiben und zur Ruhe kommen – wozu frage ich mich noch heute…

 

Star Cat:          Sie waren gar nicht müde von den Anstrengungen der Reise?

 

Gina:               Wieso denn? Ich bin ja ohnehin immer getragen worden. Carpe diem - der Tag ist doch viel zu kurz um sich auszurasten! Jetzt war ich in einer neuen Umgebung und ich hätte sie nicht gleich gründlich inspizieren sollen? Und außerdem wollte ich mir noch mal das Schnucki von Katerchen genauer ansehen. Also hab ich die Gelegenheit beim Schopf gepackt und bin gleich ab durch die Türe. Und da stand plötzlich Aramis! Ich glaub, ich hab ihm wirklich gleich gefallen, weil er hat mich ganz groß angesehen und den Mund nicht mehr zu gemacht… Gar nicht übel, der Kerl hab ich mir gedacht!

 

Star Cat:          Also Liebe auf den 1. Blick?

 

Aramis:           Ehrlich gesagt, ich konnte sie den ganzen Tag nicht mehr aus den Augen lassen. Erstens war sie so ausgesprochen süß und zweitens so schnell! So was Flinkes und Freches hatte ich zuvor überhaupt noch nie gesehen…

 

Gina:               Naja, mein Aramis ist ja ein ganz Gemütlicher… (grinst)

 

Aramis:           Sie hat mir am Abend doch glatt das Futter vor der Schnauze weg gefressen! Aber ich konnte ihr ja nie lange böse sein – ein Blick von ihr und alles war vergessen…

 

Gina:               Und am Abend und in der Nacht haben wir beide dann stundenlang Katzen-Universum im MietzTV geschaut – endlose Unterwasserdokumentationen…

 

Aramis:           Und als sich Gina dann am nächsten Tag zu mir in meinen Korb gelegt hat, wusste ich: Ich bin einfach nur glücklich!

 

Gina:               Jaja, endlich eine starke Schulter und ein weiches Fell zum anlehnen. Und jemand, dem man so richtig Gas geben kann…

 

 

Star Cat:          Vielen Dank für das nette Gespräch. Wir wünschen euch beiden noch viel Glück für eure gemeinsame Zukunft!

 

 

CatsWorld - News

von Pfoten, Mäusen und anderen Wichtigkeiten

 

Hallo, ich bin´s, eure Artemis. Ich bin zwar viel beschäftigt, aber ich nehme mir trotzdem hin und wieder Zeit euch Anekdoten und wichtige News aus meinem Leben mitzuteilen! Lest aufmerksam und lernt daraus! Und nehmt nicht alles allzu wörtlich!

Als Beweis, dass meine Erlebnisse sehr abenteuerlich klingen, aber absolut wahr sind, hat unser Dosi Thomas mal festgehalten, wir uns diese doofe Maus ständig verarscht. Gina und ich haben auch schon versucht die Maus in ihrem Mäuseloch aufzustöbern! Dazu buddeln wir ganz tief in die Blumentöpfe in unserem Wintergarten, weil wir ja wissen, dass wir - wenn wir nur tief und lang genug buddeln - auf der anderen Seite der Glasscheibe wieder rauskommen. Leider stört uns unsere Dosi Margit dabei immer. Sie kommt dann immer mit diesem doofen laut-brummenden Ungeheuer, das sie Staubsauger nennt, und saugt dann die rausgebuddelte Erde wieder weg. Aber irgendwann werden wir die Maus schon kriegen!

 

      

 

 

3. Nachricht vom 12.11.2008 

Ciao und Miau!!

 

Sorry, dass ich solange auf Neuigkeiten warten ließ – aber ich bin ja immer sooooo im Stress – oder „gschaftig“ und „trabig“ wie die Margit sagt… Immerhin muss ich ja fast jeden Tag in den Blumentöpfen buddeln (weil mir ja mein Ergebnis fast jeden Tag wieder  „weggesaugt“ wird), fressen, spielen, allerlei Unfug treiben, mit Thomas „sitz“ üben, wieder fressen, Gina sekkieren, mit der Margit kuscheln, Alarmanlage für die Eingangstüre spielen, Insekten fangen und vertilgen, allerlei Gegenstände verstecken, Nüsse durch die Gegend schießen, dazwischen immer wieder ein gepflegtes Nickerchen machen, auf den Esstisch klettern (wo ich angeblich nix verloren habe – aber bitte wer ist denn hier rund um die Uhr daheim und hat somit das Sagen?!?) – und vieles mehr…

 

Jedenfalls das mit der Maus vorm Wintergarten war so: Margit, Gina und ich waren eines Abends im Spätsommer im Wintergarten – Margit hat gelesen und ich bin neben ihr gelegen… Als plötzlich unsere „Gräfin“ Gina wie gebannt vorm Glas hockte, stocksteif und verbissen rausschaute und jämmerlich winselnde Töne – abwechselnd mit leicht röchelnden gurgelnden Atemlauten – von sich gab…

 

Die Margit meinte zuerst, das wird eh nur wieder ein Verehrer von uns beiden hübschen Mietzen im Garten sein – die kommen nämlich regelmäßig (Gina wird immer abwechselnd von einem rotweißen Kater und einem anderen mit dichtem schönem grauen Fell besucht… - und ich reg mich ohnehin über jeden Kater, der so vor unserer Tür rumläuft, auf ).

 

Aber Gina’s eigenartige Tonlagen gingen immer weiter, zeitweise hörten sich die Zwischentöne fast wie ein leichtes Husten/Würgen an (so wie wenn man einen zu langen Grashalm frisst, der dann nicht ganz bis zum Magen runter will)… Und dann ist sie auch schon von einem Fensterabteil  im Wintergarten zum nächsten „geschossen“, voll fertig, hat immer wieder stocksteif ausgeharrt, „die Krise gekriegt“ und immer wieder ziemlich komische Töne von sich gegeben… Bis ich dann auch schon ganz aufgeregt und neugierig  war und auch nachgeschaut habe und dann ebenfalls ganz fasziniert rausgestarrt habe als ob ich meinen Augen nicht traute… (Margit dachte vermutlich schon, wir wären beide „nicht mehr ganz bei Sinnen“)

 

Des Rätsel’s Lösung: Es war eine kleine, ziemlich freche Maus! Und die ist draußen von einem Ende vorm Wintergarten zum anderen gelaufen, hat immer wieder Männchen gemacht und beim Wintergarten reingeschaut… ist immer wieder kurz verschwunden und beim nächsten Wintergarten-Fenster aufgetaucht und ihre Nase ans Glas gedrückt -  und hat die Gina total  zum Narren gehalten, weil sie ist ihr sicher 10 min. voll auf den Leim gegangen… *ggggggg*

 

 

Was gibt’s sonst noch Neues? Aja, ich habe meine Liebe zu „Kichererbsen“ entdeckt!

 

Echt super die Dinger! Unlängst hat Margit welche über Nacht in einer Schüssel mit Deckel drauf auf der Arbeitsplatte in der Küche eingeweicht (wo ich ja eigentlich auch „nichts“ zu suchen habe – aber manchmal finde ich dort trotzdem was, hihi...) Bis „ich“ „kam und siegte“, hatten die Kirchenerbsen auch ein schönes und ruhiges „Einweichen“… Es trifft sich vorzüglich, dass ich das Wasser nicht scheue, sonst wäre ich ja gar nicht erst an die Kichererbsen rangekommen. Der leichte Plastikdeckel war für mich doch gar kein Hindernis!

 

…Und da schwammen dann diese tollen Kügelchen im Wässerchen und ich glaube, denen war auch ein bisserl fad, die wollten nämlich UNBEDINGT mit mir spielen – das hab ich ganz genau gespürt – ich KONNTE  mich gar nicht wehren davor… Sie haben mich sozusagen „angelacht“…

 

Jedenfalls hab ich sie in der Nacht mit meiner Pfote einfach rausgefischt. Eh nicht alle, nur  eine ganze Menge davon, hihi… Tschuldigung, dass dabei das Wasser auch aus der Schüssel rausgespritzt ist – und nicht nur die Kichererbsen – lässt sich leider nicht vermeiden… Von solchen Riesen-Sauereien „distanziere“ ich mich ausdrücklich und meist unverzüglich… Sprich, ich suche dann einfach „das Weite“ und hab daher am Boden weitergemacht…

 

Kichererbsen rollen nämlich wunderbar, wenn man ihnen mit der Pfote „eine mitgibt“… die rollen bis unter den Tisch, wenn man oft genug draufhaut… und wenn man sie nicht unter den Tisch fetzt, kann man sie sogar fressen… Sozusagen, Spiel, Satz, Sieg – und dann wird die Kichererbse aufgefressen *ggg*

 

Ist wie bei den Kinderüberraschungseiern: Was zum Spielen und was zum Naschen…

 

Margit hat mir am nächsten Tag noch bestätigt, ich hätte richtiggehend Mundgeruch nach Kichererbsen… Naja, da ich auch noch am nächsten Tag immer wieder noch welche aus irgendwelchen Ecken hervorgeholt und gefressen habe, wird das schon stimmen… Das beste Mietzen-Spielzeug ist ja meist „kein eigentliches“ Mietzen-Spielzeug…

 

Wie ihr seht, ich bin immer wieder aufs Neue zu Streichen jeglicher Art aufgelegt.

 

Bis zum nächsten Mal!

 

Eure Artemis

 

 

2. Nachricht vom  22.06.2008

Ich bin’s Artemis! Wollte mich mal wieder melden – hab ja im Moment mehr Zeit als mir lieb ist dazu…

 

 

Jetzt falle ich vermutlich für mehrere Wochen aus und das alles nur wegen 30 Sekunden Übermut!

 

Wie das gekommen ist? Es ist mir halt ein artistischer Kunstfehler passiert…

 

Naja, Margit und Thomas haben die dumme Angewohnheit von Ihren Familien Fotos in der Wohnung aufzuhängen… Sinnlos… Machen wir Mietzen ja auch nicht… Aber manchmal gibt es so dumme Mücken und andere Insekten, die diese Bilder als Landeplatz benutzen… Und da muss ich dann halt einschreiten, an der Wand hochspringen, so ca. 1,5 m (jaja, ich kann wirklich so hoch springen J) und diese Insekten dort eben runter holen… Leider hab ich dieses Mal auch ein Bild mitgenommen… Dummerweise war ich aber schneller als das Bild – und so kam meine Pfote vor dem Bild am Boden auf und das Bild auf meiner Pfote. Autsch!

 

Ich weiß schon, Margit und Thomas haben mich vorher eh immer geschimpft und mir gedroht, dass ich mir mal weh tun werde, wenn ich solche Akrobatik-Aktionen mache – aber wer glaubt schon Menschen was, die einem auch erzählen, dass der Federwedel müde ist und schlafen geht, wenn man knapp vor Mitternacht noch in allerbester Spiellaune ist… Wie „weh“ „weh tun“ tut, konnte ich ja nicht wissen!

 

Jedenfalls sind sie mit mir zur Fr. Dr. Holler in die Tierklinik Leonding gefahren – dort wurde meine Pfote geröntgt. Voll super – die haben dort sogar ein Röntgengerät, wo man gar keine Narkose mehr braucht! Dann wurde meine Pfote in Übergröße am Bildschirm hergezeigt und meine 3-fache Fraktur von mehreren Ansichten begutachtet. Vorerst hab ich noch keine Schiene bekommen, weil die Knochen angeblich sehr schön zusammen stehen und die Frau Doktor gemeint hat, bei der Schwellung sei eine Schiene jetzt noch nicht anzuraten und außerdem würde ich ja vermutlich ohnehin nur versuchen, den Verband wieder loszuwerden (wie die mich schon gut kennt!), meine Pfote ständig schütteln und das wäre das Allerschlechteste für die gebrochene Pfote überhaupt… Also bekam ich nur eine Spritze gegen die Entzündung, die Schwellung und die Schmerzen und die Margit bekam Tabletten, die sie mir jetzt 5x am Tag unterjubeln muss (aber ich nehm sie eh recht brav…). Und morgen muss ich wieder zur Kontrolle kommen und dann entscheidet sich ob ich noch eine Schiene bekomme oder nicht…

 

Aja, und schonen muss ich mich halt – aber das ist ja sooo fad… Und passt mir überhaupt nicht! Jetzt muss ich tagsüber mein Auslangen in 1 (!!!) Zimmer finden – da steht nicht mal ein Kratzbaum drin! Nix zum klettern – furchtbar! Nur wenn Margit und Thomas zu Hause sind darf ich raus – und werde dann ständig beobachtet ob ich eh nirgends raufklettere. Weil auf 3 Beinen bin ich schon ziemlich schnell und flink und gestern wollte ich schon flugs im Wohnzimmer auf den Kratzbaum rauf, aber das war Margit gar nicht recht und so wurde mein Vorhaben leider vereitelt. Sogar im Wintergarten bin ich schon auf die Trennwand gekraxelt (die vom Kalenderfoto) – und wurde sofort wieder runtergeholt… Nix darf ich zurzeit, gar nix. Dabei muss ich doch wissen, was ich auf 3 Pfoten schon alles erreichen und anstellen kann!

 

Und wollt ihr wissen, wie die Margit mich jetzt nennt? „Humpelstilzchen“ (!!!) – aber wenigstens sagt sie das immer sehr lieb und streichelt mich dann zärtlich…

 

Leider sind jetzt auch einige andere Hobbys von mir stillgelegt – wie zum Beispiel „mit der Margit einen Nacht-Spaziergang an der Leine machen“, Juni-Käfer-Jagen und Bienen-fangen. Stellt euch vor, ich wurde heuer im Garten schon 4x von einer Biene gestochen, 3x in die Pfote und 1x in meine Unterlippe (ich hab sozusagen auf großem Fuß gelebt und eine große Lippe riskiert)! Immer diese eine Biene, die mit den Streifen – aber irgendwann ist ihr Gift zu Ende und dann vernichte ich dieses Biest! Da kann die Margit mit mir schimpfen was sie will!!! Geht links bei den Ohren rein – und rechts wieder raus J

 

Aber jetzt muss ich mich schlafen legen, damit meine Pfote bald wieder gesund wird!

 

Alles Liebe,

 

eure Artemis

 1. Nachricht vom 22.03.2008

 

 

 

 

Ich bin’s mal wieder, eure Artemis! Wollte mich mal wieder melden.

 

Sorry, dass ich solange nichts von mir hören ließ, aber es tut sich ja immer was bei mir – und Margit hat gemeint, ich sei jetzt alt und groß genug um mich selbst zum Laptop zu setzen und euch eine e-mail zu schreiben.

 

Bei mir tut sich ja sooo viel! Im Jänner wurde ich um meine Vorstellungen von einer Großfamilie betrogen – da war ich das erste Mal richtig sauer auf Margit und Thomas! Nicht weil ich alleine in der Tierklinik in Leonding bleiben musste – die sind eh alle recht nett… Aber ich bekam in der Früh nichts mehr zu fressen, wurde dann einfach abgegeben, und das alles ohne mich vorher zu fragen! Als ich am Nachmittag munter wurde, bekam ich zwar mit, dass sich die Margit schon erkundigt hätte, wie’s mir geht, aber trotzdem muss man hier als Katzen-Mädchen 1 Nacht in der Klinik bleiben… Am nächsten Morgen hat mich zwar die Margit gleich abgeholt, als die Klinik in der Früh aufmachte, aber da half ihr alles nichts mehr – ich hab sie nur einmal kurz beleidigt angeschaut und sie dann einige Zeit keines Blickes mehr gewürdigt! Erst als wir schon einige Minuten gemeinsam im Auto fuhren, und meine Erleichterung langsam größer wurde als mein Ärger bin ich wieder „aufgetaut“…

 

Zuhause war ich dann am ersten Tag ziemlich müde und gefroren hat mich auch ständig, ich hatte richtig Schüttelfrost – bis die Margit ein Schaf-Fell in meine heißgeliebte Hängematte am Kratzbaum im Wohnzimmer gelegt hat, mich darauf, und mich dann auch noch mit einem Handtuch zugedeckt hat. Das war dann halbwegs zu ertragen, und ich bin den ganzen Tag, bis auf kurze Unterbrechungen, dort liegen geblieben – sogar das Futter und das Wasser hat mir dann die Margit von Zeit zu Zeit nach oben gehalten – und ich durfte in luftiger Höhe meine Krankenjause einnehmen. Und die Gina kam auch ein paar Mal zu mir rauf und hat nachgeschaut, ob es mir schon wieder besser geht… Naja, eigentlich war ich bis zum Abend doch wieder froh hier wohnen zu dürfen… Sind ja doch alle ganz nett zu mir… J

 

Seit kurzem hab ich außerdem ein neues Hobby: gemeinsame Spinnenjagd mit der Margit (manchmal auch mit Thomas). Sozusagen im „Dream Team“… Das funktioniert so: Ich mein, ich erwische ja so ziemlich jedes Insekt bis zu einer Höhe von etwa 1,50 m (jaja, so hoch komme ich mit meinen Vorderpfoten rauf wenn ich springe) – leider gibt es aber auch Insekten jenseits dieser Höhe. Und da laufe ich dann gleich zur Margit, maunze ganz aufgeregt und renn rum wie ein Rumpelstilzchen, solange bis sie endlich mitkommt. Da kann ich leider keine Rücksicht drauf nehmen ob sie in der Früh im Stress ist weil sie zur Arbeit muss, oder ob sie schon müde ist, weil es schon spätnachts ist. Jagd ist Jagd – und meine Leidenschaft! Dann zeige ich ihr wo mein Objekt der Begierde sitzt (bzw. meistens fragt sie mich eh schon, wenn sie mitkommt, wo denn schon wieder ein Jagdopfer sitzt). Sie hebt mich dann hoch, und so komm ich ans Insekt ran und entweder fresse ich es dann direkt in luftiger Höhe oder ich lange mit meiner Pranke zu, das es runter fällt und nehme dann die weitere Verfolgung am Boden auf – das funktioniert super! Leider gibt’s hier noch kein Foto, weil die Margit nicht gleichzeitig fotografieren und mich so halten kann, dass ich nicht runter falle – aber wir werden Thomas mal bitten, dass er uns bei einem unserer Jagderfolge fotografiert. Dann schicke ich euch ein Foto!

 

Als Dank dafür helfe ich den beiden dann manchmal beim Zusammenräumen der Wohnung – ich verräume jede Kapsel der Getränkekartons unter den Küchentisch, und alles was ich sonst so finde und nicht sehr groß ist auch… Unlängst hat die Margit den Tisch mal wieder zur Seite geschoben und dann sind viele Sachen zu Tage gekommen: unzählige Getränkekarton-Kapseln, 1 Nudel, 1 toter Käfer, allerlei Pflanzenteile, jede Menge kleine Papierfutzelchen und mindestens 1000 Katzenhaare… Dabei hat sie erst wenige Wochen vorher unter dem Tisch sauber gemacht… Da sieht man mal, was ich so den ganzen Tag über an Arbeit und Zeit investiere, um das Haus sauber zu halten! Wieso das nicht entsprechend gewürdigt wird, verstehe ich überhaupt nicht!

 

Aber ich erhalte ja auch keinen Dank dafür, wenn ich mich an irgendwelchen Blumensträußen und Einrichtungsgegenständen wichtig mache oder aus purer Pflanzenliebe versuche, die Wurzeln der Topfpflanzen an die frische Luft zu bringen – mittlerweile wurde mir das komplett verleidet, weil jetzt überall Steine in den Töpfen sind… Schweinerei!

 

Und als ich neulich den österlichen Blumenschmuck verbessern wollte hat mir die Margit sogar damit gedroht, dass der Osterhase nicht zu mir kommen würde, wenn er das sieht… Erstens: Wer bitte ist der Osterhase????? Und zweitens: Warum in aller Welt, sollte er mir liebem Wesen nichts bringen?????

 

Vielleicht weil ich die Gina in letzter Zeit immer ziemlich zusammenraufe? Hab jetzt nämlich schon – bitte gut festhalten – 3,8 Kilo (!) Kampfgewicht! Da dürfte dann der Osterhase der Gina allerdings auch nichts mitbringen, weil bei den Rangeleien macht sie eh immer brav mit – und wie oft hat sie schon selber angefangen!!! Außerdem kriegt sie von mir sooo oft ein Nasen-Bussi – und den einen oder anderen Blödsinn hat sie mittlerweile auch schon von mir gelernt! Aber es macht einfach sooo großen Spaß, sich auf sie drauf zu setzen und sich so an ihr festzuhalten, dass sie nicht so einfach flüchten kann, hihi… Die Margit sagt dann immer, dass schaut aus, wie wenn ein Lippizaner zugeritten wird… Trotzdem, wir verstehen uns prima! Und ich hoffe, dass weiß dieser Osterhase auch!

 

Ich hab mir jetzt nämlich – da ich von der Existenz des Osterhasen erfuhr – von ihm ein schwarzes Band zum Spielen gewünscht… So eines, wie es die Margit auf Ihrem USB-Stick hängen hat…! Dieses Band hat es mir einfach angetan! Wann immer ich dieses Band erwische (notfalls per Selbstbedienung auch inklusive USB-Stick – wo die Margit dann aber immer eingreift), bin ich total happy und schau es an wie der Golum aus „Herr der Ringe“ seinen „Schatz“. Die Margit meint immer, ich bin total hörig auf dieses „Bandl“. Ab und zu, wenn ich besonders süß und brav bin, darf ich dieses Band zum spielen haben und dann trage ich es voller Stolz durchs ganze Haus und mag es gar nicht mehr hergeben!!! Es lässt sich so geschmeidig um den Tischfuß ziehen und es ist so seidig weich und ach soooo toll!

 

Und damit der Osterhase auch kommen kann, werde ich jetzt schlafen gehen, damit ich morgen ausgeruht bin…

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