... vom Anfang ...

Hexi ist am 20.2.2012 nach langer, schwerer Krankheit über die Regenbogenbrücke gegangen. Auf der anderen Seite wurde sie ganz lieb von ihren Freundinnen Lenchen und Hannah begrüßt. Die drei Sternenkätzchen lassen es sich nun im Land hinter dem Regenbogen so richtig gutgehen. Liebe Manon, liebe Stefanie, vielen vielen Dank für das allerliebste Bildchen.

Als ewige Erinnerung hat Hexi hier ihre Geschichte für uns alle erzählt.

Hallo, ich bin Hexi, das Glückskätzchen, ich freu mich, dass du mich besuchst, als erstes werde ich dir jetzt die Geschichte erzählen, wie ich zu meiner Dosi gekommen bin.

Also, ich bin ein Kätzchen ohne fixen Geburtstag. Wir haben jetzt einfach beschlossen, dass der 1. September 2002 MEIN Burzeltag sein wird!

 

Ich lebe jetzt in Amstetten in Österreich. Aber geboren worden bin ich im oberösterreichischen Eizendorf, das liegt an der Donau und dort war ordentlich Hochwasser zu der Zeit, als ich auf die Welt gekommen bin! Es hat sooooooooooo viel geregnet und überall war alles nass, die Menschen haben sogar gesagt, das ist ein Jahrhundert-Hochwasser. Naja, jedenfalls ist irgendwas passiert, noch bevor ich und meine Geschwister auf die Welt gekommen sind, das meine Mama in Angst versetzt hat, vielleicht hat ein böser Hund sie auf einen Baum gejagt und der Ast ist abgebrochen und ins Wasser gefallen. Sie ist auf diesem Ast die Donau abwärts getrieben worden. Meine Mama hat sich sicherlich schrecklich gefürchtet und hat auch Angst um ihre Babys im Bauch gehabt.

 

Irgendwann dann hat das einer dieser Zweibeiner bemerkt, sie von diesem Ast heruntergeholt und mit in seinen Bauernhof genommen. Dort ist sie als erstes mal abgetrocknet und gebürstet worden und dann hat sie was Leckeres zum Fressen bekommen. In dem Bauernhof gab es schon 2 andere Katzen, ich weiß aber nicht mehr, wie die beiden heissen, aber sie waren ganz lieb zu meiner Mama. Und dann war dann noch ein ganz verrückter Hund, aber er war total lieb! Meine Mama hat sich nach dem Fressen dann in die Scheune verzogen und wollte mal eine Runde schlafen, es war ja auch ganz schön anstrengend, was sie da alles durchgemacht hat.

 

Von den nächsten paar Tagen kann ich euch leider nichts erzählen, meine Mama hat wahrscheinlich auch da viel geschlafen uns sich so gut es ging wieder erholt. Sie hatte ja noch was Grosses vor.

 

Ja, und dieses Grosse, das war unsere Geburt, meine, und die von meinen beiden Geschwistern! Wir waren 2 Kätzchen und ein Kater. Damals waren alle Zweibeiner ziemlich überrascht, aber sie haben sich auch total gefreut und unseren Geburtstag gleich recht gefeiert! Wegen der Namen haben sie dann herumgerätselt und zu guter letzt uns nach dem benannt, was gerade am Tisch stand. Das war Bacardi, Cola und Tequilla. Ich war auf jeden Fall Tequilla! *ggggggggggg*

 

Mein Bruder ist ein schwarz-weißer Kater (viel schwarz, wenig weiß) und sollte nun bei seinen neuen Zweibeinern auf den Namen Peterle hören. Ob er das wirklich macht weiß ich nicht, ich hab ihn schon lange nicht mehr gesehen und eigentlich erinnere ich mich kaum mehr an ihn. Und dann hab ich noch eine Schwester (viel weiß und wenig schwarz), die durfte mit meiner Mama am Bauernhof bleiben, bei meinen beiden Tanten. Ich hoffe, sie hat jetzt einen niedlichen Namen bekommen, der zu ihr passt, oder denkt ihr "Cola" ist ein passender Name für ein Kätzchen?

 

Wie geht´s denn jetzt weiter? Hmmm, jetzt hätte ich schon fast den Faden verloren!

 

Die nächsten paar Wochen haben wir auf diesem Bauernhof verbracht. Unsere Mama hat uns geputzt und uns gezeigt, wie man das selbst macht. Und dann haben wir ein wenig gespielt, ein wenig ihre Milch getrunken und viel viel geschlafen!

 

Dieser Hund, von dem ich euch weiter oben schon erzählt habe, der war total süß! Er ist immer um uns herumgehopst, hat uns angestupst und abgeleckt. Er wollte ständig mit uns kleinen Würmchen spielen. Zwischendurch hat er unsere Katzenmilch und unser Trinkwasser ausgeschleckt, nur um sich dann gleich wieder am Boden zu wälzen.

 

So haben wir halt die Zeit verbracht und eines Tages ist es dann passiert! Plötzlich waren da 3 neue Zweibeiner, die haben wir noch nie gesehen und gerochen! Sie sind im Flur gestanden und haben uns beim Fressen und spielen beobachtet. Eine der Menschinen vom Bauernhof hat mich plötzlich hochgehoben und dem einen Zweibeiner in die Hand gedrückt! Ich hab mich ja sooooooo gefürchtet, aber der Zweibeiner hat mich ganz vorsichtig gestreichelt, und das war wirklich schön! Aber dann war ich doch wieder froh, als ich wieder auf den Boden gesetzt worden bin! Die drei sind dann noch eine Weile bei uns im Flur gestanden, aber letztendlich sind sie dann wieder gegangen, aber stellt euch vor, sie haben meinen Bruder und mich mitgenommen! Wir sind plötzlich in so einem komischen Korb gesessen, ein Einkaufskorb, wie sich später herausgestellt hat! Und dann sind wir in so einem großen lauten Ding, das die Zweibeiner Auto nennen, mit ihnen weggefahren! Ich hab mich wieder mal total gefürchtet und zu einem Kügelchen zusammengerollt! Aber mein Bruder, Bacardi, oder Peterle, wie er jetzt heißt, na der hat sich gewehrt, so gut es nur ging! Er ist natürlich aus dem Korb herausgeklettert und im Auto herumgekrabbelt. Dieser Zweibeiner, der mich vorhin im Arm gehalten hat, der hatte alle Mühe den kleinen Kerl wieder einzufangen und zu mir in den Korb zurückzubefördern. Die beiden haben richtig gekämpft! Es hat dem Bacardi aber nix genützt, letztendlich wurde er doch noch bei ganz lieben Leuten abgegeben, die haben ein großes Haus mit Garten, ich denke, es gefällt ihm dort.

 

Hier haben sich unsere Wege getrennt, liebes Peterle, ich wünsche dir alles Glück auf Erden und dass dein Katzenschutzengerl immer ein Auge auf dich hat!

 

So, und jetzt weiter mit meiner Geschichte! Ich bin dann zuerst mal zu den Eltern meines Frauchens gekommen. Mein Frauchen ist nämlich den ganzen Tag in der Arbeit und weil ich ja noch so ein kleines "Hascherl" war, da wollte sie mich nicht den ganzen Tag alleine lassen. Die Eltern meines Frauchens haben ja noch nie ein Haustier gehabt, genauso wie meine liebe Dosine, und sie wollten auch keines, aber ich hab sie einfach gleich um die kleinen Krallen gewickelt. Ich meine, wer kann auch schon so einem lieben kleinen Kätzchen wiederstehen?

 

An einem Sonntag Nachmittag bin ich bei ihnen eingezogen! Und am Montag ist dann gleich ein Katzenkorb, leckeres Fesschen, eine Katzentoilette und Spielzeug für mich gekauft worden. Ich war ganz brav und hab gleich die Toilette eingeweiht. Ich hab ja gewusst, wozu diese Kiste da ist! Nur am Montag abend, da hab ich es nicht mehr ganz geschafft, aber da war ich nicht wirklich schuld, sondern mein Durchfall und das spannende Spiel, und pötzlich ist es passiert! Ich bin gleich unter die Bank gekrabbelt und hab mich versteckt, weil ich gedacht habe, jetzt schimpfen gleich alle mit mir, aber denkste, keiner war böse! Am Dienstag sind dann meine Dosine und ihre Mama mit mir zum Tierarzt gefahren! Das war vielleicht komisch dort! Es hat ganz eigenartig gerochen! Und da war so ein großer glänzender Tisch! Der Tierarzt hat mich in die Hand genommen und gemeint: "So was lieben kleines!" und dann hat er mich mal auf die Waage gestellt - knapp 500 g! Dann hat er meine Äuglein kontrolliert, mein Bäuchlein abgetastet und bemerkt "ganz viele Würmchen!", meine Ohren ausgeleuchtet und dann noch mein Fell überprüft. Um es kurz zu machen, Ohrmilben hatte ich keine, dafür jede Menge Flöhe. Meine Dosine hat das natürlich auch schon vorher bemerkt, ich hab mich ja auch immer wie wild gekratzt. Gegen die Würme hab ich eine Paste gekriegt, immer 1x täglich aufs Fressen 2 Tage hintereinander dann 2 Wochen Pause und wieder von vorne, bis die Paste aufgebraucht war. Gegen die Flöhe hab ich einmal beim Tierarzt Tropfen ins Fell gekriegt, am nächsten Tag waren alle Flöhe weg. Aber zum Impfen war ich noch zu leicht, also 2 Wochen später wieder zum Tierarzt, und dann die erste Impfung (Katzenseuche und Katzenschnupfen). Zwei Wochen später dann die zweite Impfung. Da war ich schon ein bisschen verkühlt und hab ein wenig geniest. Der Tierarzt hat gemeint, nein nein, ist nicht so schlimm, da kann man trotzdem impfen, bloß das Kätzchen nicht raus lassen. Was heißt hier rauslassen? Ich war ja ohnehin immer in der Wohnung! Dieser zweite Impftermin war an einem Donnerstag, am Wochenende hab ich dann schon mehr geniest. Montag Abend ging es dann mittlerweile zum vierten Mal zum Tierarzt, das Kätzchen schnupft! Diesmal abgehört, das war komisch und kalt am Bauch, aber dann das schlimmste! Fiebermessen. Ich hab gejault und gewinselt, mich nach Kräften gewehrt! Hat nichts genutzt! Na, wenigstens kein Fieber, also Homöopathische Tropen, ein Theater, der Tierarzt hat es ja noch irgendwie geschafft, die Tropfen in mein Mäulchen zu bringen. Meine Dosine und ihre Mama hatten da dann zuhause aber keine Chance! Dreimal täglich 8 - 10 Tropfen! Theoretisch ins Mäulchen, praktisch ins Fell, auf den Boden oder sonst wohin! Sie haben mich ja ein paar Tage überlisten können, indem sie die Tropfen auf einen Teelöffel gemeinsam mit etwas Joghurt geschwindelt haben und ich hab es abgeleckt, aber am vierten Tag hab ich dann gestreickt, ich wollte nicht. Und der Schnupfen war ziemlich schlimm. Manchmal hab ich bis zu 15 mal hintereinander geniest. Bloß mein Appetit und mein Spieltrieb waren ungebrochen. Man hätte mir nichts angemerkt. Aber dann fand meine Dosine Blutspuren am Boden und am Fenster und einen eitrigen Ausfluss an meiner Nase! Sofort ging es wieder ab zum Tierarzt! Dort dann nochmals Fiebermessen! Die Mama meiner Dosine wartete auf uns im Wartezimmer, sogar dort hat man mich winseln gehört! *gggggggggg* Kein Fieber! Aber der Tierarzt hat nun doch die "harten" Drogen zum Einsatz gebracht, Antibiotika als Injektion, war nicht so toll! Ich habe mich als Protest nach der Spritze sofort in mein Körbchen zurückgezogen, ins letzte Eck! Aber das hat letztendlich geholfen, achja, Tabletten gab es auch noch, morgens und abends je eine Viertel-Tablette. Die hab ich so natürlich nicht gefressen, also hat man sie immer in einem Stückchen gekochten Putenschinken versteckt. Seither liebe ich Putenschinken!

 

Nach diesen aufregenden Wochen ist es ruhiger geworden, unter der Woche war ich bei den Eltern meiner Dosine, am Wochenende hat mich mein Frauchen immer zu sich geholt! Und seit Weihnachten bin ich jetzt immer bei meinem Frauchen. Mittags kommt sie für eine Stunde zu mir, dann gibt sie mir Fesschen und kuschelt und spielt mit mir. Das hab ich sehr gerne! Ich begrüße meine Dosine immer nach einem ganz fixen Ritual. Ich maunze ganz oft und ganz kurz hintereinander. Sie meint manchmal es klinge wie Entengeschnatter! Und dann hebt sie mich hoch und ich schmiege mich an sie und lege mein Köpfchen auf ihre Schulter. Das mache ich aber nur bei ihr!

 

 

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